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"Die Milchinsel" seit 1970 von Familie Langner bewirtschaftet & erhalten!

Vorwerk um 1930
© Deutsche Fotothek - Preview Scan

Das alte Vorwerk in der Nassau, mit seinen zwei Häusern, erbaut 1801
wurde bereits seit 1516 geschichtlich als Vorwerk des Schloss Proschwitz
erwähnt. Als Neubauernstelle im Rahmen der Bodenreform wurde der
Gutshof in der sowjetischen Besatzungszone, nach dem II. Weltkrieg
an die Familie Class übergeben. Diese gab es altersbedingt auf und
wurde 1970 durch die Familie Langner Otto erworben. Damit bekam das
verfallene Vorwerk in der Nassau, bekannt auch als "Milchinsel" endlich
die Chance zum Neubeginn. Nur durch den Willen und die Tatkraft der
Eheleute Langner Otto und Barbara, welche dieses Abenteuer mit
3 kleinen Kindern 1970 begannen, ist es zu verdanken,
dass heute an dieser Stelle das historische Anwesen noch besteht.

Die Jahre bis 1990 waren geprägt vom Erhalt der Bausubstanz, ständigen Erhaltungsarbeiten
und mühevollen Sanierung des Wohnhauses. Die Finanzierung dieser umfangreichen Aufgabe sicherten
die Eltern Barbara & Otto Langner mit der Nebenerwerbslandwirtschaft. So wurde in den Jahren
neben der Aufzucht von Bullen, Schweinen, Kaninchen, Hühner & Enten auch der Gartenanbau betrieben.
Mit der Errichtung von Frühbeeten und Folienhäusern konnte durch Anbau von Radies, Salat, Tomaten & Gurken
so manche DDR-Mark erwirtschaftet werden und dem Grundstück zu Gute kommen. Mit der Feierabend
Klempner-Reparatur vom Kulturgut "Trabant" bis hin zum "Lada", dem Bau von Gartenschaukeln bis hin zum
Bau von CFK-Freizeitbooten erwirtschaftete der Hausherr unter tatkräftiger Unterstützung der
ganzen Familie weiteren finanziellen Spielraum zum Wohle des Baudenkmales.
1989 wurde der Gedanke der Errichtung eines Landhotels mit Gasthof an Stelle der Ruine der Stallungen g
eboren. So wurde von 1990 bis September 1991 an Stelle der alten Stallungen, das Hotel in seiner heutigen
Form errichtet. Durch ca. 80 % Eigenleistung der Familien Langner Otto, Langner Thomas und
Langner Gerhard konnte das Hotel zum 21.09.1991 nach knapp 2-jähriger Bauzeit als erstes Hotel in Meißen
nach der Wende eröffnen.

Den erfolgreichen Weiterbau am Standort Nassau ab 1992 mit einem geplanten Bettenhaus, welches integriert
eine Bowlingbahn, Sauna, Fitnessbereich und Sportsbar enthalten sollte, verhinderten die Stadtverwaltung
Meißen mit der fragwürdigen Verweigerung einer Baugenehmigung zum Neubau eines Bettenhauses an
Stelle der 100jährigen Feldscheune.


Hier beginnt ein weiters Kapitel mit Umbau des Gasthofes "Deutsches Haus" zum Hotel mit Neubau Bettenhaus.

 

In den letzten 25 Jahren ist viel passiert am Standort Nassauweg 1.

Das Hotel Landhaus Nassau entwickelte sich mit seiner Gaststätte zu einem beliebten Treffpunkt für
Familienfeiern, Wochenendausflüglern und als ländliches geprägtes Hotel findet es seit Jahren seine
Kundschaft. Unsere Außenanlage mit gesichertem Kinderspielplatz, Terrasse und Vogelvoliere garantieren
einen erholsamen Aufenthalt für Familien mit Kindern.

2008 übernahmen, im Rahmen der Generationsnachfolge die Kinder, Thomas & Gerhard Langner mit
dem Schwager Ralf Freitäger, welcher Cheff des Deutschen Hauses ist, die mit den Eltern 16 Jahre
gemeinsam, betriebenen Hotels.

2010 wurde mit der Großinvestition Parkplatz und Straßensanierung ein weiterer Schritt zur Verschönerung
des Gesamtkomplexes finanziell gestemmt.

2011-2012 wurde der Wohnmobilstellpaltz am Hotel mit einem Sanitärbreich für die Stellplatzgäste erweitert.
So ist es jetz möglich am Stellplatz zu duschen, Wasser zu beziehen und zu entsorgen. Damit hat unser Hotel
einen Stellpaltz in Meißen mit fairsten Preisen und umfangreichen Service.

Seit 2012 ist unser Hotel mit 3 Sternen durch die DEHOGA klassifiziert.

2015 wurden die 3 Sterne für das Hotel erfolgreich verteidigt und durch die DEHOGA erneut vergeben.

Sagen vom Karras in der Nassau

Variante aus

In der Nähe der Dörfer Oberau und Niederau bei Meißen befindet sich eine 1 ½ Stunde lange und 1 Stunde breite, meist aus nassen und morastigen Wiesen bestehende Fläche, welche die Nassau oder Nasse genannt wird. Einige Fluren derselben gehören zum Rittergute Proschwitz, und eine Art Vorwerk, die sogenannte Milchinsel, ist das einzige auf dieser öden Stelle gelegene bewohnte Gebäude. In der Nähe desselben erblickt man eine schanzenartige, mit Gräben umzogene kleine Anhöhe, das alte oder verwünschte Schloss genannt, welches wahrscheinlich von einem Ritter aus dem Geschlechte derer von Nassau angelegt worden ist und der ganzen Gegend den Namen gab.

Einst hauste hier ein Raubritter (wahrscheinlich aber nicht Fritzold von Nassau, der 1335 auch das nahegelegene Gröbern besaß und als ein Wütherich geschildert wird, sondern ein Karraß, dem dieses Schloss ebenso wie die zu Coswig und Gröbern gehört haben soll), der wie ein zweiter wilder Jäger, gleichviel ob es Feier- oder Werktag war, mit seinen Genossen der Jagd wegen die Umgegend durchstreifte und weder Saaten noch Anpflanzungen seiner Untertanen schonte, den Waisen ihr bisschen ererbtes Vermögen nahm und die schönsten Mädchen aus der Umgegend raubte und auf seine Burg schleppte, wo er seine Lust an ihnen büßte und sie dann im Burgverliese umkommen ließ.

Endlich vermochten seine Nachbarn sein Treiben nicht länger ruhig mit anzusehen, sie zogen gegen ihn und schlugen ihn in den Tristen der Nassau nach erbittertem Kampfe aufs Haupt. Er selbst floh mit den wenigen Resten seiner Mannen auf sein Schloss, siehe da zog ein furchtbares Wetter heran, und mit Grausen sahen die noch auf dem Schlachtfeld lagernden Gegner, wie mit einem mächtigen Donnerschlag und Blitz das Schloss mit allem, was darinnen war, versank.

An dieser Stelle lässt sich nun zuweilen ein hohläugiges Gespenst sehen, welches bald zu Ross, bald zu Fuss die wüsten Fluren wehklagend durcheilt, - aber auch die Geister der von ihm umgebrachten Unschuldigen haben keine Ruhe, man erblickt sie des Nachts, wie sie als Irrlichter über den Boden fliegen

Sagen vom Ritter Karras in der Nassau

Die Nassau in der Geschichte und Sage

Aus alten Schriftsätzen ergibt sich, dass offensichtlich die Dienstritter von Polenz um 1200 das Gebiet der Nassau erschlossen haben und dort ein „festes Haus “ anlegen ließen, eine Wasserburg. In Lehnbriefen findest sich noch der Flurname „ Altes Schloss “. Nördlich des Straßenzuges, also auf dem Gelände der heutigen Milchinsel, sind Reste von Befestigungsanlagen festgestellt worden, Wälle und Gräben. 

Eine unwirtliche Gegend, über die der Abendnebel fällt, feucht, einsam und schaurig: eine menschenleere Ebene, in deren Sümpfen so mancherer Wanderer versunken ist; ein verfallenes Schloss, verwildertes Kraut und wucherndes Gestrüpp auf geborstenen Mauern; geschichtlich bezeugte Eigenmächtigkeiten der Besitzer und endlich die Landesweisung eines alteingesessenen Adelsgeschlechtes, des Herren v. Karras in Coswig, die um die 1500 Hof und Vorwerk Nassau erworben hatten – mussten nicht dies alles die Lust zum Fabulieren anregen, gar zur Bildung von grusligen Sagen führen? Gar vielfältig sind die Mären, die die Mädchen am Spinnrocken zu erzählen wussten. So kündet eine Sage folgendes:

Ein wilder Gesell war der Ritter Karras. Er lauerte an den Straßen den Kaufleuten auf, wenn sie nach Meißen zum Markte zogen, überfiel die Wagenzüge und warf die Gefangenen in das finstere Gelas seines Schlosses. Niemand wagte sich in die Nähe der Wasserburg; ein Räuber war Karras, von allen Bürgern und Bauern gehasst wie gefürchtet. Wüst hatte es der Karras seit Jahren getrieben. Da scharten sich die Bauern zusammen und zogen aus, den Räuber zu fangen und zu strafen. In der Nassau wurde er umzingelt. Man kämpfte von Morgen bis Mittag.

Reihenweise mähte das scharfe Schwert des Ritter’s die Bauern nieder, als über die Sonne sank, musste der Räuber mit seinen Spießgesellen in die Burg flüchten. Schwefelgelbes Gewölk zog auf im Westen. Näher und näher grollte der Donner. Karras lachte über die einfältigen Bauernburschen, die vor seinem Burgwall standen und ihn bezwingen wollten, spottete über das Unwetter, vor dessen Toben sie erschauerten. Da leuchtete

Es plötzlich taghell auf; ein dröhnender Donnerschlag ließ die Mauern des Schlosses erzittern, und als sich die Bauern von der Erde  erhoben, wohin sie der Schreck geworfen hatte, waren die Wände geborsten und zusammengestürzt, Karras und seine gesellen erschlagen worden von den Trümmern des ehemals festen Hauses. Der Teufel hatte ihre Seelen geholt.

Seit dieser Zeit hört man ein Stöhnen in der Luft, ein Schreien und Klagen.

Bald klingt es, als durchreite ein wildes Schar auf schnaufenden Rossen die Lüfte; bald hört es sich an, als ob ein einsames Gespenst wimmert. Das ist Karras, der keine Ruhe im Grabe finden kann; als hohläugiges Gespenst muss er nächtens umherirren. Blaue Flämmchen entsteigen dem Sumpfe; das sind die armen Seelen all der vielen, die der Räuber hat umgebracht.

Siedlungsgeschichte Nassau: ö Meißen, Lkr. Meißen

Siedlungstyp, Gemeindezugehörigkeit: Einzelgut, später vorwiegend Wiesenflur (1791), zu Bohnitzsch gehörig (1875), seit 1914 zu Meißen
Ortsadel, Herrengüter: 1266: Herrensitz , 1513: allodium, 1516: Vorwerk , 1621: Vorwerk , 1875: Vorwerk ,
Siedlungsform und Gemarkung: Einzelgut Gutsblockflur 82 (1839)
Bevölkerung:
1406 : 4 Gärtner,
Verwaltungszugehörigkeit: 1406: Pflege Großenhain, 1791: Erb-Amt Meißen, 1875: Amtshauptmannschaft Meißen,
Grundherrschaft: Kloster Altzelle, 1791 : amtsunmittelbar
Ortsnamenformen: Hug de Nassowe, 1406: Nassow, 1501: Nassaw, 1547: Naße, 1621: Nossa (HOV), 1791 : Naßa, eine also genannte Flur bey Weinböhle, so meist in Wiesen besteht, 1875: Nassau (Milchinsel),
Literaturquelle: